Gespräch über #BulldozerBolsonaro im Internet-Stream

Ach, das ist ja alles gar nicht so einfach zurzeit. Gut, das Selbstmarketing über diverse soziale Medien wie LinkedIn, Facebook und Twitter funktioniert ganz ordentlich und auch der Christoph Links Verlag tut alles, um den #Bulldozer ins Bewußtsein zu rufen. So hat der SWR-Kultursender #SWR2 eine sehr schöne Besprechung des Buchs im Radio gesendet. Wer es verpasst hat, findet die Rezension hier: https://www.swr.de/swr2/literatur/andreas-noethen-bulldozer-bolsonaro-wie-ein-populist-brasilien-ruiniert-100.html.

Natürlich habe ich auch versucht, das Buch irgendwie lokal zu vermarkten. Der Schreibwarenladen Pappmarché in der Alexanderstraße hat es vorrätig und für gestern hatte ich eigentlich eine Vorstellung in Rödelheim geplant. Der Heimat- und Geschichtsverein war so nett, uns den Pavillon im Brentanopark zur Verfügung zu stellen. Alles war bereit: Michael Kegler, der Literaturgrößen wie Luiz Ruffato übersetzt, in Brasilien aufwuchs und das Land bestens kennt, hatte sich bereit erklärt, die Moderation zu übernehmen.

Petra Noack, vom portugiesischen Buchladen TFM in Bockenheim wollte einen Verkaufstisch einrichten (man kann dort den Bulldozer natürlich auch erwerben. Doch dann kam Corona. Nein, eigentlich war das Virus längst da natürlich, aber es schien beherrschbar. Als nicht beherrschbar hatte sich die Ungeduld und Disziplinlosigkeit einiger Zeitgenossen erwiesen. Diese hatte Frankfurt zur Hotspot und Risikogebiet gemacht. Wenige Tage vor der Vorstellung.

Vorher ohnehin schon aufwendig, wäre ein Festhalten an der Veranstaltung fahrlässig gewesen. Ich wollte nicht als derjenige in die Geschichte Rödelheims eingehen, der für eine größere Infektionsverbreitung verantwortlich gewesen wäre. Was also tun?

Alles absagen und auf sichere Distanz gehen – im Internet. Flugs ein Mikro bestellt und im Wohnzimmer vor der Bücherwand ein provisorisches Studio eingerichtet. Und anstatt aus dem sonnigen aber zugigen Park zu streamen, saßen Michael und ich schön trocken und warm und unterhielten uns über “Bulldozer Bolsonaro – Wie ein Populist Brasilien ruiniert”. Manch einen erreichte diese Planänderung zu spät, zumal das Wochenblättchen noch von einer Anmeldung gesprochen hatte. Das Infektionsgeschehen macht alte analoge Medien bisweilen noch langsamer als ohnehin schon. Ich bitte um Entschuldigung!

Doch verpassen muss niemand etwas – das Video steht bis auf weiteres bereit – hier und auch auf Facebook.  Einiges lernte ich darüber hinaus zum Thema Streaming:

1.) Gerne wäre ich auch per Youtube on air gegangen, aber obwohl ich bereits am Freitag eine Streamingerlaubnis beantragt hatte (soll 24 Stunden dauern), warte ich nach 72 Stunden immer noch.

2.) Theoretisch hätte meine Kamera das Gespräch mitschneiden sollen. Doch wie sich herausstellte, war der Speicherchip der Datenmenge nicht gewachsen. Statt einer guten halben Stunde Material schluckte er nur knapp 9 Minuten, weil die Schreibgeschwindigkeit zu gering war. Für’s nächste Mal weiß man das also auch.

Wie geht es weiter?

Am Donnerstag 15. Oktober, 18 Uhr, im Haus am Dom im Rahmen der Veranstaltungsreihe Openbooks zur Buchmesse. Oder am Samstag, 17. Oktober, 19 Uhr im Rahmen von Bookfest City. Oder im Radio: Am 22. November heißt es “Mein Abenteuer”. Mit Reiner Meutsch sprach ich ebenfalls über das Buch.