Next Exit: Curacao

Curaçao? Blue Curaçao, logisch! Den Likör, klar den kennt man. InTeenagertagen bei Partyswar dasblaueGesöff vor allem bei den Mädels immer sehr beliebt. Für mich so ziemlich das einzige, was ich bislang mit der Karibikinsel vor der Küste Venezuelas in Verbindung gebracht hatte. Und getrunken hatte ich ihn auch noch nie, gebe ich zu. Was hat Curaçao noch zu bieten?

Das wollen wir herausfinden. Anfang August werden wir eine gute Woche auf die Insel fliegen. Warum dorthin? Zufall. Beim herumstöbern im Internet stieß ich auf das Angebot eines Hotels dort, eine bekannte amerikanische Kette. Zunächst hatte ich bei einem auf die Region spezialisierten Reisebüro im Allgäu angefragt. Doch das schien mit mehr als einen Tick zu teuer. Wobei die Unterkünfte und alles schon auch ein cooles Paket gewesen wären.

Hier mal ein paar Fakten über Curaçao:

Curaçao ist eine rund 444 Quadratkilometer große Karibikinsel. Damit ist sie etwa so groß, wie das kleinste Bundesland Bremen (rund 420 qm). Auf der Insel leben rund 140.000 Einwohner, also so viele wie im Landkreis Unterallgäu oder der Stadt Osnabrück. Oder, vielleicht seit der EM der passendere Vergleich: knapp die Hälfte der Einwohnerzahl Islands. Erstaunlich: Im Schnitt ist die Insel (308 EW/qkm) dichter besiedelt als Deutschland (226 EW/qkm).

Seit Oktober 2010 ist sie als Land einer von vier nach innen autonomen Gliedstaaten („Ländern“) des Königreichs der Niederlande. Neben dem Mutterland und Curaçao gehören dazu Sint Maarten und Aruba. Zuvor war sie die größte Insel des zu diesem Datum aufgelösten königlich-niederländischen Landes Niederländische Antillen.

Curaçao ist eine der drei sogenannten ABC-Inseln (Aruba, Bonaire, Curaçao) und als solche Teil der südkaribischen Inseln unter dem Winde (südliche Kleine Antillen), die geographisch bereits zu Südamerika gehören.

InCuraçao lebt man hauptsächlich vom Tourismus. Vor allem für Kreuzfahrtschiffe ist Willemstad mit seinem Naturhafen ein beliebter Anlaufpunkt. Rund eine halbe Million Touristen kommen so auf die Insel. Eine zweite wichtige Einnahmequelle ist die Isla Raffinerie. Die Raffinierie wurde 1916 von Shell mitten in Willemstad gebaut. Inzwischen gehört sie der Inselregierung und wurde an das venezolanische Ölunternehmen PDVSA vermietet. Der Vertrag läuft 2019 aus.

pro Jahr. Pro Einwohner ist dies also ein Verbrauch von rund 6.592 kWh, in Deutschland liegt er bei rund 7000 kWh. Curaçao kann sich vollständig selbst mit Energie versorgen. Die Gesamtproduktion aller Anlagen zur Energiegewinnung liegt bei 2 Mrd kWh, also 184% des Eigenbedarfs. Den Rest der selbst erzeugten Energie exportiert Curaçao in andere Länder oder nutzt ihn gar nicht. Neben dem reinen Verbrauch spielen aber auch die Produktion, Import und Export eine Rolle.

Curaçao kann sich vollständig selbst mit Energie versorgen. Die Gesamtproduktion aller Anlagen zur Energiegewinnung liegt bei 2 Mrd kWh, also 184% des Eigenbedarfs. Den Rest der selbst erzeugten Energie exportiert Curaçao in andere Länder oder nutzt ihn gar nicht. Neben dem reinen Verbrauch spielen aber auch die Produktion, Import und Export eine Rolle.

Seit dem 10.10.10 ist Curacao weitgehend autonom. Ende September wird ein neues Parlament gewählt. Premierminister ist zurzeit Ben Whiteman, im eigentlichen Beruf ein Arzt.

Hinkommen:

Von Deutschland gibt es Direktflüge ab Düsseldorf einmal pro Woche. Es gibt recht ordentliche Pauschalpakete. Angeflogen wird Curacao beispielsweise von KLM und Air Berlin. Wir fliegen über Manaus, haben aber tatsächlich auch überDeutschland gebucht. Jedoch fiel uns auf, dass wir echt beknackte Flugzeiten haben. Vermutlich waren die Flüge deshalb vergleichsweise günstig.

Auswärtiges Amt rät:

Einreise:

Für die überseeischen Länder Aruba, Curaçao und St. Maarten sowie für die besonderen Gemeinden der Niederlande Bonaire, St. Eustatius und Saba (karibischer Teil der Niederlande) gelten nicht die gleichen Einreisebestimmungen wie für die Niederlande.

Reisende (ohne die Absicht, Arbeit aufzunehmen) müssen einen gültigen Reisepass oder vorläufigen Reisepass, der drei Monate nach der geplanten Ausreise noch gültig ist, mit sich führen; die Einreise mit dem Personalausweis oder vorläufigen Personalausweis ist nicht möglich.

Gesundheit:

In der Karibik, inklusive Curaçao, Aruba, Bonaire, St. Maarten, wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Gut, für uns ist das jetzt wenig neu. Wir nehmen unser Mückenspray mit. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.

Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.

Und wenn doch was passiert:

Das Versorgungsniveau in den Niederlanden entspricht europäischem Standard. In den in der Karibik belegenen Gebieten des Königreichs der Niederlande ist allerdings mit deutlichen Einschränkungen zu rechnen.

Die in der Karibik helegenen Gebieten des Königreichs der Niederlande deckt die deutsche gesetzliche Krankenkasse grundsätzlich nicht ab.

 

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