Urlaub in Rio: Das sind die 10 schönsten Souvenirs

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Canga.

Ihr habt einen tollen Urlaub in Rio verbraucht und wollt den Lieben daheim etwas nettes mitbringen? Wie wäre es denn hiermit: 10 Mitbringsel aus Rio:

Ein Canga. Die dünnen und bunten Baumwolltücher gehören zum Strandbesuch am Strand von Copacabana, Ipanema oder Leme wie die Caipirinha oder die Spieße mit gegrillten Camarão (Garnelen, diese aber nur ansehen, niemals essen!). Sie zeigen Motive der Stadt, den Cristo Redentor, knallig bunt, die brasilianische Flagge oder Tiere wie Papagei und Tukan. Ein Canga ist praktisch. Frauen können sich darin vor dem Strandbesuch einwickeln, den Bikini darunter, und sind gleich perfekt gekleidet. Und: Sie haben ihr Strandtuch für das Sonnenbad gleich dabei. Gibt es bei diversen Händlern an den Uferpromenaden. Manche laufen auch am Strand auf und ab. Kosten: rund 40 Reais, größere Tücher etwas teurer.

Bierdosenkühler. Die Bierdose aus dem Kühlschrank holen, schön Richtung Abendsonne ausgerichtet hinsetzen – Feierabend. Doch will man das Bräu nicht gleich stürzen, solange es kalt ist, sollte etwas her, was es kühl hält. Australier verwenden Kühlmanschetten aus Styropor. Brasilianer haben dafür kleine Fußballtrikots aus einem Schaummaterial erfunden. Die werden einfach über die Dose gestülpt, getrunken wird dann durch die Kragenöffnung. Passt auch auf Bierflaschen aber nicht so genau. Gibt es in diversen Nationalmannschaftsfarben und natürlich in den Farben der großen Clubs Fluminense, Flamengo, Vasco da Gama und Botafogo. Kosten rund 10 Reais. Gesehen auf dem Hippiemarkt von Ipanema.

Cristo Redentor, hoch oben auf dem Corcovado, ist, neben dem Zuckerhut, DAS Wahrzeichen Rios. Die Statue, die in den 30er-Jahren errichtet wurde, gibt es logischerweise als Miniaturen zum mitnehmen. Etwa als einen Meter große Figur für den eigenen Garten, aus Kristall für den Schreibtisch, aus Plastik, Marmor, Steingut… Und das in allen Preisklassen. Muss man mögen, aber warum eigentlich nicht?

Havaianas. Das typischste Kleidungsstück des Brasilianers für beide Geschlechter gleichermaßen? Sandalias Havaianas, oder Flip-Flops. Das modische Aushängeschild der brasilianischen Bekleidungsindustrie. Gibt es in fast jedem Laden, in riesiger Auswahl. Das einzige, worauf man beim Preis achten sollte ist, wo man die Teile kauft. In fancy Malls wie Praia Shopping in Botafogo oder Barra Shopping in Barra de Tijuca zahlt man mehr. Dafür kauft man auch in der Flip-Flop-Boutique. Ist ähnlich ballaballa wie Kaffee in Blechnäpfchen in Boutiquen zu kaufen, aber bitte. Kostenpunkt je nach Modell und Lage des Ladens zwischen 6 und 15 Euro pro Paar. Dafür kann man im Koffer schon mal etwas Luft lassen auf dem Hinflug.

Cachaça (gesprochen: Katschassa). Der Schnaps aus Zuckerrohr, anderenorts Rum genannt, hat es in sich. Das merkt jeder, der seinen ersten gut gemischten Caipirinha am Strand von Copacabana oder Ipanema in der Sonne schlürft. Fliegende Händler bringen ihn dir direkt vorbei. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Um das Urlaubsfeeling zu konservieren oder eine zünftige Brasilienparty daheim zu schmeißen ist es nicht verkehrt, ein paar Pullen zu importieren, zumal man in Deutschland ja nur den Pitú-Cachaça bekommt – den in Brasilien übrigens keiner trinkt. Gängige Marke ist der „51“. Etwas höherwertiges muss es auch gar nicht sein, versichern die Einheimischen. Schließlich gibt die Limette den Geschmack vor. Der Cachaça ist nur für den Bums. Wer es übrigens machen will wie die Cariocas, der trinkt Caipivodka, auf Wodkabasis. Durchaus üblich ist es auch, Caipirinha auf Basis anderer Früchte anzubieten – Mango, Maracuja, Ananas. Ruhig mal testen.

Bademoden. Wenn der neue Canga schon gekauft ist, dann wäre es doch vielleicht auch Zeit für einen neuen Bikini? Die gibt es in Rio in ungeahnter Vielfalt in allen Preisklassen. Ein bekannter Laden ist der Laden BumBum (übersetzt: Hintern) in Ipanema  . Dort gibt es jede Menge Surf- und Badeläden, ebenso in Copacabana. Aber auch bei C&A, das in Brasilien auf eine andere Zielgruppe schaut als in Deutschland, findet man schon eine ordentliche Auswahl. Wer will, kann für den Bikini ein Vermögen ausgeben, klar. Muss aber nicht sein.

Kunstwerke. Jeden Sonntag findet in Ipanema der so genannte Hippiemarkt statt. Ja, der heißt echt so. Entstanden ist er Ende der 60er-Jahre, eben auf Initiative einiger Hippies hin. Inzwischen gebießt er von der Stadt besonderen Schutz. Der Markt bietet allerhand Kunsthandwerkliches. Man muss schon genauer hinschauen, um Schnäppchen zu finden. Der Markt ist kein Geheimtipp. Besonders groß ist aber die Auswahl ausstellender Malerinnen und Maler. Hauptsächlich handelt es sich um naive Landschaftsmalerei, aber die Bilder sind teilweise so hübsch und farbenfroh, dass man sich überlegt, ob man sich damit nicht etwas gute Launen nach Hause holen sollte. Und auch hier gibt es recht erschwingliche Bilder. Kleinformatiges für 30, 40, 50 Reais, größere 150, 200, 250 Reais – beim derzeitigen Wechselkurs (4:1) immer noch günstig und erschwinglicher als die nicht weniger auf Touristen ausgelegten Galerien in Santa Theresa oder Lapa.

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Weniger für Spontankäufer. Aber wer schon länger sucht.

Musikinstrumente. Rhythmus haben die Brasilianer im Blut. Drum gibt es auch eine Unzahl verschiedener Rhythmusinstrumente, die auch allesamt beim Samba oder im Karneval zum Einsatz kommen. Läden hierfür gibt es im Centro. Wer aber auf eine ganz charmante Art und Weise ein Instrument erstehen will, der sollte an der Promenade von Ipanema auf- und ablaufen und nach Evandro Mendes Macedo Ausschau halten (man findet ihn auch auf Facebook). Er macht die Instrumente selbst, behauptet er jedenfalls. Pfeifen, kleine Trommeln, Rasseln – alles da. Und für jeden Geldbeutel. Einen netten Schnack bekommt man gratis obenauf.

Combi oder Fusca. Hier laufen sie noch und laufen und laufen…die Käfer, in Brasilien Fusca genannt, oder die Bullis, hier bekannt als Combi. Gerade letzterer wurde bis vor wenigen Jahren noch hier gebaut, entsprechend groß ist das Angebot an gebrauchten. Wenn ich Brasilianern davon erzähle, wie sehr mir die Teile gefallen, ernte ich nur mitleidige Blicke. „Was willst Du damit, die haben doch keine Klimaanlage“, hört man dann.

Warum der Käfer Fusca (geschprochen Fuschka) heißt? Das Wort an sich hat keine spezifische Bedeutung, es ist also keine Übersetzung des Begriffs Käfer. Es rührt eher daher, so sagt man, dass das Wort „Volkswagen“ für Brasilianer relativ unaussprechlich ist. Einen Eindruck über Preise kann man sich auf der Seite Mercado Livre http://carros.mercadolivre.com.br/volkswagen/kombi/) machen. Klar, als Souvenir etwas teurer. Aber für Leute, die sich schon länger mit dem Kaufgedanken tragen und die horrenden aufgerufenen Preise in Europa im Kopf haben, lässt sich hier noch immer sicher ein Schnäppchen finden. Selbst wenn man die Exportkosten einrechnet.

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Händler mit Upcycling-Produkt.

In ländlicheren Gebieten, vor allem im Norden findet man viel hübsches Kunsthandwerk. Einige Gegenden sind für Schnitzereien berühmt (aus dem berühmten Brasilholz), andere für hübsche Dinge aus Edelsteinen und Halbedelsteinen. Auch findet man oft Händler, meist Bewohner der Favelas, die originelle Upcycling-Produkte verkaufen: Handtaschen aus Bierdosenverschlüssen oderGeldbörsen aus alten Tetrapaks. In diesen Fällen verzichte ich meist auf das Feilschen. Ersten sind die Sachen ohnehin nicht teuer, zweitens rafft sich jemand auf und versucht seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Da das Land in der Krise steckt, sollte man das unterstützen. Die alle hier aufzuzählen würde allerdings etwas lang dauern. Besser selber stöbern, suchen und – finden!

Musik. Natürlich das Beste zum Schluss.Brasilien hat eine überragende musikalische Tradition mit etlichen Einflüssen, die es zu entdecken lohnt. Alleine aus Rio stammen unzählige Musiker, allen voran der Schnulzenkönig Roberto Carlos oder der Erfinder des Bossa Nova, Tom Jobim. Sollte es mal regnen, was vorkommen kann in Rio, dann lohnt sich sicher ein Abstecher in einen CD-Laden. Etwa diese hier: Musicale, Av. Ns. de Copacabana 1103, Copacabana;  auch in on R. Visconde de Pirajá 207.
Baratos da Ribeiro, R. Barata Ribeiro 354, Copacabana.
Toca de Vinicius, R. Vinicius de Moraes 129C, Ipanema, ist spezialisiert auf Bossa Nova. Bei den ersten beiden gibt es auch eine große Vinyl-Auswahl.