Auswärtiges Amt: Vorsicht bei Demonstrationen und bei Mückenstichen

Das politische Chaos im Lande sorgt anscheinend auch die Institutionen anderer Staaten. Das Auswärtige Amt hat nun seine Reisehinweise für Brasilien geändert. Im Bereich allgemeine Hinweise heißt es nun:

„Auf Grund der aktuellen politischen Lage in Brasilien werden in den kommenden Wochen landesweit – auch unangekündigt – Demonstrationen erwartet. Bis in den Monat Mai, wenn im Senat des Brasilianischen Kongresses über  die Aufnahme eines Amtsenthebungsverfahrens und damit einhergehend die Suspendierung von  Präsidentin Dilma Rousseff abgestimmt wird, können Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Brasilia, São Paulo, Rio de Janeiro sowie daneben für andere Großstädte des Landes. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und sich über die Reise- und Sicherheitshinweise und die Medien informiert zu halten.“

Auch bei den midizinischen Hinweise hat das Auswärtige Amt den Text verschärft. Grund dafür ist das Zika-Virus.

„In der Region wird aktuell eine deutliche Zunahme von durch Mücken übertragbaren Zika-Virus-Infektionen beobachtet, die klinisch ähnlich wie Dengue-Fieber verlaufen, allerdings für ungeborene Kinder eine Gefahr darstellt. Eine Impfung, eine Chemoprophylaxe oder eine spezifische Therapie stehen absehbar nicht zur Verfügung.

Das Auswärtige Amt empfiehlt daher Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, in Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) sowie dem Robert-Koch-Institut von vermeidbaren Reisen in Zika-Virus-Ausbruchsgebiete abzusehen, da ein Risiko frühkindlicher Fehlbildungen bei einer Infektion der Frau gegeben ist.

Bei unvermeidbaren Reisen muss auf eine ganztägige konsequente Anwendung persönlicher Schutzmaßnahmen zur Vorbeugung von Mückenstichen geachtet werden, siehe auch: Externer Link, öffnet in neuem FensterSchutzmaßnahmen Mückenstiche Da eine sexuelle Übertragbarkeit möglich ist,  wird  nach einer möglichen Exposition in den Ausbruchgebieten bei Sexualverkehr mit Schwangeren und Frauen, die schwanger werden können, Kondomgebrauch für 6 Monate empfohlen.“

Merkblatt Mückenstich

Merkblatt Zikavirus