Geschichte um die Ecke: Museu do Indio

P1040782Manchmal muss man gar nicht weit in die Stadt hinein, um etwas Spannendes zu erleben. So gibt es das Museu do Indio, in der Rua das Palmeiras. Das ist 5 Minuten zu Fuß von uns weg. Also mal nichts wie hin, zumal es der Reiseführer als eines der besten Museen hält, die sich mit dem Leben der brasilianischen Ureinwohner beschäftigt.

Der Eintritt ist übrigens, wie bei vielen Museen oder öffentlichen Einrichtungen am Sonntag frei. An anderen Tagen zahlt man winzige Beträge von umgerechnet einem oder zwei Euro, also nichts was ausreichen würde, die Kosten dieser Einrichtungen zu decken.

Beeindruckend sind natürlich die kunsthandwerklichen Exponate, allem voran der filigrane Perlenschmuck, der bei den verschiedenen Urvölkern kultiviert wurde. In Filmsequenzen werden Alltagsszenen aus dem Leben der Menschen gezeigt – rituelle Szenen, in denen der Perlenschmuck eine wichtige Rolle spielt. Doch auch über die Herstellung des Schmucks und der Perlen gibt es einiges zu erfahren. Dabei werden auch parallele Gebräuche aus anderen Erdteilen beleuchtet.

P1040783Im Hof zwischen den Hüttennachbauten von insgesamt vier Stämmen wachsen typische Heilpflanzen. Zudem ist das Museum eine Zweigstelle der Funai, der nationalen indianischen Stiftung) und als Forschungsstelle interessant. Es verfügt über 14.000 Objekte, 50.000 Fotos und rund 200 Tonaufnahmen. Außerdem gibt es eine Bibliothek mit rund 16.000 Titeln die unter der Woche öffentlich zugänglich ist.

Kleines Manko ist natürlich unsere mangelnde Sprachkenntnis. Alle Filme und Infotafeln sind ausschließlich auf Portugiesisch. So bleiben uns viele Feinheiten verborgen. Oder wir müssen nochmal hingehen, wenn wir die Sprache besser verstehen. Lohnen würde es sich auf alle Fälle.

Rua das Palmeiras, 55, Di-Fr 9 -17.30 Uhr, Sa und So 13 – 17 Uhr. Tel.: (21) 3214.8700

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