Mit Bilder ist das so eine Sache – oder warum man uns recht selten sieht

Frühlingsanfang! Endlich! Hier hat der Herbst angebrochen, Südhalbkugel halt. Viel merken tun wir davon nichts. Es ist immer noch recht warm (30-32 Grad), sonnig und nachts auch (27 Grad). Trotzdem hat Ella vorige Nacht leicht gefroren. Aber ich will nicht über das Wetter reden.

Sondern über den Blog hier. Einige haben mich schon drauf angesprochen, dass es relativ wenige Bilder gibt, auf denen wir zu sehen sind. Das stimmt. Das ist eine zweischneidige Sache. Zum einen machen wir ja diesen Blog – damit Familie und Freunde auf dem Laufenden bleiben und etwas von uns mitbekommen. Dazu gehören auch und vor allem Fotos.

Andererseits: Fotos im Internet bleiben im Internet. Es gibt kaum eine Kontrolle, was damit geschieht, wo und wann sie irgendwo wieder auftauchen. Gerade bei den Kindern möchten wir da deshalb ein wenig vorsichtig sein. Schließlich haben sie überhaupt noch keine Idee davon, wie das Internet funktioniert und was es bedeutet. Und wer wann wie irgendwelche Bilder von ihnen, die dann vielleicht 10, 15 oder 20 Jahre alt sein könnten, in die Finger bekommt. Diese Gefahr versuchen wir schlicht zu minimieren. Deshalb wird es hier wenig bis gar keine Porträts von uns geben. Vielleicht mal als kleiner Teil der Umgebung oder von schräg hinten. Bitte habt Verständnis. Wir werden natürlich auch in gewohnter Manier Fotobücher von unseren Abenteuern hier machen, einige kennen sie schon. Das ist etwas anderes. Da haben wir unter Kontrolle, wer was wann sieht. Das ist in erster Linie eine Erinnerung für uns.

Ähnlich vorsichtig bin ich auch bei Namensnennungen. Alle Personen, die hier auftauchen – mit Ausnahme von Funktionsträgern bei journalistischen Texten, erscheinen in der Regel nur mit ihrem Vornamen. Tun ja auch eigentlich nichts zur Sache. Wir möchte einfach nicht, dass Leute nachvollziehbar werden. Klar, wer die Person kennt, wer die Geschichte kennt, der wird sie erkennen. Es ist aber schon etwas anderes, ob ich Max Mustermann den Hausmeister der Humboldt-Schule voll nenne und sich jeder mühelos dessen Lebenslauf zusammenklicken kann. Was die Leuteüber sich im Netz preisgeben, sollen sie selbst entscheiden. Und manchmal sogar mit einem anderen. Auch das hat ein wenig mit Persönlichkeitsschutz zu tun. Deshalb sollen Außenstehende nicht unbedingt nachvollziehbar sein.

Ein dritter Punkt ist aber auch: Ich möchte das ganze Erlebnis gar nicht so sehr auf uns vier reduzieren. Ich möchte das, was wir erleben so aufbereiten,dass es auch für Dritte einen Nutzwerk hat. Also Teisetipps, tolle Ziele, Eindrücke und Erlebnisse die auch Leute interessieren, die uns vielleicht nicht kennen, sich aber für das Reiseland Brasilien interessieren.