Weihnachtsgrüße und guten Rutsch!

Liebe Verwandte und Freunde,
ein merkwürdiges Jahr geht zu Ende, „alles andere als einfach war es“, wie der Kollege Andreas Pecht treffend auf den Punkt bringt. zumindest weltpolitisch kann man das so stehen lassen.
Im Kleinen hat sich auch für uns eine neue Weichenstellung ergeben. Wir haben entschlossen, dem Ruf des Abenteuers nachtzugeben und werden die nächsten drei Jahre in Rio de Janeiro verbringen. Besonders hat uns gefreut, dass die Reaktionen auf den Entschluss zu 99,9% positiv und ermutigend waren. Danke dafür an alle! Und es wäre schön, wenn Ihr uns hin und wieder besuchen kämt – sei es in echt oder bequem virtuell auf unserem kleinen Blog (siehe unten).
Wir gehen mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Weinend, weil uns, seit der Entschluss feststeht, noch deutlicher klar geworden ist, was wir zurücklassen. Nämlich Menschen, die wir liebgewonnen haben, die uns ans Herz gewachsen sind und die das Leben eben auch erst richtig nett machen. Einige werden wir eine ganze Zeit nicht sehen. Aber seid versichert: Wir denken viel an Euch und fänden es super, wenn wir einfach dort wieder anknüpfen können, wenn wir wieder daheim sind. Denn eines ist auch klar: Wie werden nicht auswandern, wir gehen nicht für immer, nur für eine begrenzte Zeit.
Lachend, weil wir hoffen, für diese Episode das ideale Vehikel gefunden zu haben unsere Abenteuerlust zu stillen unser Fernweh zu lindern, die in den letzten Jahren doch sehr deutlich und vernehmlich auf sich aufmerksam gemacht hatten. Dass es nun also nach Südamerka geht, was für mich bislang Terra Incognita war – und zwar absolut. Aber da ich in letzter Zeit immer wieder Zeichen zu erkennen glaube bin ich sicher: Das wird schon alles seinen Sinn haben.
Das bedeutet natürlich viel Abenteuer, aber auch Unsicherheit. Wird Andi beruflich wieder Fuß fassen können, wenn wir zurückkehren? – diese Frage beschäftigt und schon. Zumal es in der heutigen Medienlandschaft ungewöhnlich ist, eine Festanstellung freiwillig aus der Hand zu geben. Aber wie sagte eine Kollegin: „Du bist mutig und Du hast Ideen. Das wird sich auszahlen, so oder so.“ Darauf verlasse ich mich jetzt einfach mal.
Und wer weiß, wer einem unter welchen Umständen dort unten über die Füße läuft und was sich daraus ergeben wird. Wir haben zwar versucht, viele Eventualitäten und Unsicherheiten durch intensive Planung zu minimieren, aber das Leben sucht sich manchmal, nein, ziemlich häufig seine eigenen Wege. Und man muss ein Stück weit auch bereit sein, diese Wege mitzugehen, auch wenn man nicht jede Kurve überblicken kann. Darum freut es mich, un, umso mehr, dass uns so viele diesen Schritt zuzutrauen scheinen, dann kann ja nichts schiefgehen.
Dennoch: Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen mit Euch! Egal wann und wo.
Wir sind dann erstmal weg, also ab Ende Januar.
Schöne Weihnachten, guten Rutsch und alles Gute im neuen Jahr. Man sieht sich!
Andi, Wiebke, Ella, Edgar
PS: Wie ich feststellte, habe ich nicht von allen eine aktuelle Mailadresse. Drum leitet sie ruhig auch noch an die weiter, die uns kennen könnten.
PPS: Wer auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann mir auch gerne sämtlich (auch Post) Kontaktdaten zumailen. Ichziehe mit den Adressen keinen Nebenerwerb durch Adresshandel auf, sondern werde sie in mein analoges Adressbuch überführen.P1040521