Naomi Louise Warne singt mit U-ka Lieder von Johnny Mandel in drei Sprachen

Um Naomi Louise Warne war es in den vergangenen Jahren ziemlich ruhig geworden. Zehn Jahre ist es seit ihrer letzten Veröffentlichung „Bermagui“ unter dem Projektnamen „U-ka“ her. Ein Album, das von den Kritikern sehr gut aufgenommen war. Nunmeldet sich die Australierin Warne zurück. Und das gleich dreifach. Gemeinsam mit Charles Neville (Neville Brothers) hat sie ein Album mit Liedern von Johnny Mandel aufgenommen. Und das gleich in drei Sprachen: Englisch, Französisch und Japanisch.

Warne bezeichnet U-ka als ein „new century world music collective“, wobei die Entstehung des Kollektivs bereits einige Zeit vor der Jahrtausendwende zurückreicht. Nämlich in das Jahr 1993. Damals lebte Warne in New Orleans- eine Stadt, die die Multiinstrumentalistin nachhaltig inspirierte. Hinzu kam Bekanntschaft mit dem Saxofonisten Charles Neville, die sie ebenfalls dort machte. Gemeinsam traten sie in den Musikklubs der Stadt auf. Dabei entstand das Live-Album „Live at Snug Harbor“.

Den Begriff U-ka übersetzt Warne mit „Helligkeit“und zwar die Helligkeit, die ein Sternenhimmel auf die Meeresoberfläche zaubert. Erstmals begegnete sie diesem Begriff in einem Kinderbuch, als sie ihrem Sohn von den Walen im Meer vorAlaska vorlas.“Das erinnerte mich an das Licht, das ich schon als Kind sah, als ich in Australien auf denPazifik hinausschaute“, erinnert sie sich.

Die Musik von U-ka ist von vielen Richtungen beeinflusst. Jazzige Elemente finden sich darin ebenso wie Rockmusik. Die Basiszutat ist jedoch der Blues.

Ihre musikalische Grundausbildung erhielt Naomi Louise Warne am New South Wales Music Conservatorium. Außerdem studierte sie in Sydney Psychologie. Bekannt wurde sie als Stimme von Titelmelodien bekannter TV-Serien und Filme. 2000 wurde ihr Lied „Shine on me“ dieoffizielle Hymne der OlympischenSpiele von Sydney.

Nach zehnjähriger schöpferischer Pause ist Warne nun zurück. Mit einer CD mit Stücken von Johnny Mandel. Mandel ist ein amerikanischer Jazzkomponist. Johnny Mandel studierte an der Manhattan School of Music und an der Juilliard School. 1943 spielte er zunächst Trompete bei Joe Venuti, 1944 bei Billy Rogers sowie Posaune in den Orchestern von Boyd Raeburn, Jimmy Dorsey, Buddy Rich, Georgie Auld und Chubby Jackson. In den 60er Jahren wandte er sich zunehmend der Unterhaltungsmusik zu. 1992 gewann er den Grammy für „Best Instrumental Arrangement Accompanying Vocal“ für sein Mitwirken in dem Album Unforgettable von Natalie Cole und Nat King Cole. 1993 erhielt er den gleichen Preis für das Album „Here’s to Life“ von Shirley Horn (1991).